Sie galt lange als schärfte Chili der Welt und auch wenn andere Chili-Sorten ihr inzwischen den Rang abgelaufen haben, gehört Naga Jolokia bis heute zu den schärfsten Chili-Sorten. Ein Muss für Freunde der extrem scharfen Gaumenfreuden.

Naga Jolokia - Es war einmal die schärfste Chili der Welt

Die Naga Jolokia oder auch Bhut-Jolokia gehört bis heute zu den schärfsten Chilis der Welt. Aber auch wenn sie ihren Titel inzwischen an die Carolina Reaper weitergeben musste, sind Rekordwerte von über einer Million Scoville äußerst eindrucksvoll. Vor allem ist ihr Genuss damit nichts für schwache Nerven. Und sie findet nicht nur in der indischen Küche Anklang - auch als Medizin sowie bei der Herstellung von Reizstoffen erfreut sie sich großer Beliebtheit.

Naga, Bhut, Bih und so weiter - wo liegt der Unterschied?

Im Nord-Osten Indiens trägt eine Landsorte viele verschiedene Namen. Je nach Anbaugebiet tauchen Begriffe wie Nagahari, Bhut Jolokia, Naga Jolokia, Bih Jolokia, Borbi Jolokia oder Naga Morich auf und gelten alle für die selbe Art von Chili. Diese Variationen entstehen häufig durch die Übersetzung verschiedener Schlagwörter wie “extreme Schärfe” oder “giftige Chili” in die jeweiligen Sprachen der Region. Das Problem ist, dass sowohl Naga als auch Jolokia beide Wort Bestandteile mehrerer indischer Sorten sind.  Aber aufgepasst! Oft wird die Indian PC 1 fälschungsweise als Naga Jolokia bezeichnet. Diese gehört aber einer anderen Art an und ist auch längst nicht so scharf wie das Original. Durch diese Überschneidung der Namen wurde lange angenommen, die Indian PC 1 seie die schärfste Chili der Welt.

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Naga Jolokia im Fakten Check - die TOP10

  1. Art: Capsicum Chinense
  2. Höhe Pflanze: Bis zu 4m
  3. Größe Früchte: 5-8 cm, länglich und wellig
  4. Farbe Früchte: leuchtend rot
  5. Schärfe in SHU: Bis 1.001.304 
  6. Herkunft: Indien
  7. Varianten: Bhut Jolokia, Bih Jolokia, Naga Morich, Dorset Naga
  8. Keimzeit: eher lang
  9. Reifezeit: eher lang - ca. 160 Tage
  10. Crazy Chili Fact: Wird von der indischen Armee genutzt, um Reizgas herzustellen - aaarghh!

Woher kommt eigentlich die Naga Jolokia?

Jolokia bedeutet im assamenischen übersetzt Chili. Sie wurde 2006, offiziell vom Guinnessbuch der Rekorde, als schärfste Chili der Welt betitelt und findet ihren Ursprung in Nordindischen Regionen unter anderem auch in Bangladesh. In einer Fernsehreportage von PRO7, wurde die Indische Armee gezeigt, wie sie Reiz- und Abwehrgas aus den Schoten herstellte, was auch zur Abwehr von Elefanten genutzt wurde. In ihrer Heimat ist die Schärfe einer einzigen Chili genug, um mehrere Mahlzeiten zu würzen. Auf den Feldern in Indien werden die Pflanzen sporadisch und zusammen mit Reis angebaut. Dabei werden die Chili Sätzlinge einfach zwischen die Reispflanzen gepflanzt. In indischen Hausgärten werden die Pflanzen bevorzugt in schattige Plätze gepflanzt, weil so der spätere Ertrag höher sein soll.

Die Frucht der Naga Jolokia

Die Naga Jolokia hat(te) die schärfsten Früchtchen der Welt! Sie stieß 2006 die Red Savinia vom 1. Platz im World Ranking. Die höchste Scoville-Messung betrug 1.001.304 Scoville-Einheiten. In der Reifephase verändern die Früchte ihre Farbe von grün nach leuchtend rot. Sie werden 5 bis 8 cm lang, zeigen eine gestreckte Form und haben eine gewellte Oberfläche. Die Schoten der Naga Jolokia zeigen sich nach der Reife in einem typisch intensiven Rot, auch wenn sich mancherorts sogar Rassen mit orangenen bis hin zu braunen Früchten finden. In ihrem Inneren finden sich zudem ca. 20 bis 40 Samen.

Naga Jolokia - Auch die Pflanzen wollen hoch hinaus

Traditionell wird Naga Jolokia vor allem in Nordostindien in Mischkulturen mit Reis angebaut oder zum Beispiel in Gärten gezogen. Sie kann sowohl direkt gesät wie auch als Setzlinge auf die Reisfelder ausgebracht werden und mag es angeblich lieber schattig als sonnig. Andererseits ist sie im Vergleich zu anderen Chili-Pflanzen eher gemütlicherer Natur und benötigt bereits zum Keimen teilweise bis zu 36 Tage. Genauso ist die Reifezeit mit ungefähr 160 Tagen relativ lang. Ansonsten präsentieren sich die Pflanzen der Naga Jolokia als typische Vertreter der Art Capsicum chinense.

Mit entsprechendem Alter können sie eine Wuchshöhe von 2-4 Metern erreichen. Die Laubblätter wirken etwas runzelig und hängen von den Sprossachsen herab. Die Blüten hingen finden sich paarweise oder zu dritt. Sie zeichnen sich durch eine cremeweiße Farbe und purpurfarbene Staubfäden in Verbindung mit blauen Staubbeuteln aus. 

Die Samen mögen es beim Keimen vor allem warm und recht feucht. Ein Einweichen ist bei eigener Aufzucht sehr zu empfehlen. Pepperworld hat dazu bereits vor einiger Zeit viel ausprobiert und ist zu unterschiedlichen Ergebnissen gekommen. Außerdem wird eine Bleaching-Kur für bessere Ernteergebnisse empfohlen. So der so sollte man wiederum früh mit der Aufzucht beginnen, damit in der Zeit von August bis September geerntet werden kann. Und selbst dabei zeigt sich, wie höllisch scharf die Chilis der Naga Jolokia eigentlich sind: Insbesondere im gewerblichen Anbau müssen die Erntehelfer nicht nur beim Verpacken Schutzkleidung inkl. Gesichtsmasken tragen. Immerhin werden Extrakte sogar in der Waffenindustrie weiterverarbeitet.

Von daher gilt auch beim Verzehr absolute Vorsicht!

Genuss und Waffe zugleich - die Naga Jolokia-Chili

Ein extremes Brennen, Keuchen und Atemnot: Wer unvorbereitet aber beherzt in eine Naga Jolokia beißt, wird es sicherlich bereuen. Mit den richtigen Anbaubedingungen erreichen die Schoten eben einen extremen Wert von über 1.000.000 Scoville-Einheiten und das sollte man nicht unterschätzen. Andererseits ist auch das Aroma nicht zu verachten, dass sich gerade in pikanten Curry-Gerichten außerordentlich gut macht. In der Assam-Küche wird daher gern ein teuflisch scharfes Öl mit den Chilis hergestellt. Ansonsten eignet sich eine Frucht bereits problemlos zum Würzen von mehreren Gerichten für eine Großfamilie. Aber nicht nur in der Küche findet die Naga Jolokia Verwendung.

Extrakte des Höllengewächses werden vor allem bei der Herstellung von Reizstoffen, aber auch bei der Produktion von Lackfarben für den Schiffsbau verwendet. In der Rüstungsindustrie wurde bereits mehrfach versucht, die extrem reizenden Stoffe für Reizgase zu verwenden. Ab 2009 mehrten sich sogar die Gerüchte, dass eine Handgranate mit dem Capsaicin aus der Chili bestückt werden könnte. Dem nicht genug findet die Naga Jolokia genauso in der traditionellen indischen Medizin Anwendung. Zum einen werden geringe Dosen der Extrakte bei Asthma aber auch bei Verdauungsbeschwerden eingesetzt. Zum anderen sollen Auszüge aus ihr bei schmerzenden Muskeln und Zähnen helfen. Zusätzlich werden die jungen Blätter der Pflanze bei der Behandlung von Verbrennungen eingesetzt und selbst wissenschaftliche Untersuchungen konnten die positive Wirkung bestätigen.

Typische Erzeugnisse aus der Naga Jolokia

Obwohl die Verwendungsmöglichkeiten also extrem vielfältig sind, wird die Naga Jolokia natürlich vor allem sehr gerne für die Zubereitung scharfer Speisen genutzt. Und so hat sich eine Vielzahl verschiedener Produkte seit der Entdeckung im Jahr 2000 etabliert. Von knusprig aber auch scharfen Snacks aus Mais- und Weizenmehl, über vielerlei Saucen, Pasten oder als Gewürzmischung aus der Mühle - die Weiterverarbeitungsmöglichkeiten sind weitreichend. Während sie in Indien sowohl unreif wie auch ausgereift geerntet und weiterverarbeitet wird, sind die meisten Produkte natürlich für ihre Schärfe bekannt. Und ein mit Naga Jolokia verfeinerter Senf macht sicherlich die nächste Grillparty nicht nur zu einem Genuss, sondern wird dabei auch für gewissen Spaß sorgen. Dennoch ist natürlich nicht nur die Schärfe interessant. Auch das Aroma eignet sich hervorragend zum Veredeln diverser Speisen.

Eine Vielzahl von entsprechenden Delikatessen mit Extrakten der Naga Jolokia genauso wie frische Schoten finden sich daher auch im Pepperworld Hot Shop. Von Zeit zu Zeit ist sogar entsprechendes Saatgut erhältlich!

Die Naga Jolokia im langen Kampf um die Spitze

Große Aufmerksamkeit genießt die Naga Jolokia entgegen der Erwartungen allerdings erst, wie bereits angedeutet, seit dem Jahr 2000. Indische Wissenschaftler ermittelten für die Rezeptur Naga Hari einen Scoville-Wert von über 855.000 Einheiten und weckten damit zunächst gewisses Misstrauen. Immerhin lag der Wert damit bereits gut 50 % über dem der bis dahin schärfsten Chili, der Red Savina. In den folgenden Jahren wurden die Ergebnisse daher mehrfach kontrolliert und verifiziert. Den Weltrekord bekam die Schote schließlich in 2006 offiziell zugeschrieben. Ihre Kontrahentin, die Trinidad Moruga Scorpion konnte sie hingegen erst offiziell in 2012 vom Thron stoßen. Bis dahin waren immer wieder Zweifel an den Messergebnissen der Konkurrenz aufgekommen, da die üblichen Messmethoden nicht strikt eingehalten worden.

Für etwas Verwirrung sorgten allerdings auch die vielen verschiedenen Bezeichnungen. Trotzdem verweisen die lokalen Bezeichnungen letztlich alle auf die gleiche Sorte. Ob Bhut Jolokia, was übersetzt so viel wie Geisterchili bedeutet, oder Bih Jolokia, das wiederum für Giftchili steht, gemeint ist jeweils die Naga Jolokia. Naga soll insofern auf ein einheimisches, kriegerisches Volk, die Naga, zurückgehen, das in Nagaland seine Heimat hatte. Indische Wissenschaftlicher sehen Ursprung hingegen eher in Bhutan und erachten die Deutung des Wortes "Bhut" als "Geist" in der Übersetzung als irreführend.

Wenn man schließlich die extreme Schärfe und das intensive Aroma berücksichtigt, ist vielleicht ohnehin die gängige Bezeichnung in Nagaland und Manipur am treffendsten. Dort wird die Naga Jolokia nämlich mit "Raja Mircha" bzw. "Raja Chilli" bezeichnet. In der Übersetzung bedeutet dies so viel wie "König der Chilis" - und das ist, Weltrekord hin oder her, sicherlich sehr passend!

Die Naga Jolokia ist einfach höllisch scharf - egal wie sie heißt!

Wie auch immer man sie am Ende auch bezeichnen mag, die Naga Jolokia ist vor allem eins: Extrem scharf! Auch wenn es immer wieder Gerüchte um Kinder in Indien gibt, die angeblich bis zu 50 Schoten am Tag von ihr verzehren und trotzdem nach mehr Verlangen: Man verwende sie am besten sparsam! Sicherlich ist es lustig, wenn jemand unwissendes einfach einmal in eine Frucht beißt. Aber mit den extrem hohen Scoville-Werten kann es danach ziemlich unangenehm werden. Für echte Fans von teuflischer Schärfe gehören verschiedene aus ihr hergestellte Produkte, wie die zahlreichen Saucen und Pasten, aber auch das Pulver und die Chili-Flocken auf jeden Fall in die Sammlung. Und mit der richtigen Portionierung macht sie vor allem indische Gerichte zu einem wahren Geschmacksfeuerwerk. Nicht nur im übertragenen Sinne.

Schließlich ist die Naga Jolokia auch extrem vielseitig. Sie eignet sich nicht nur zum Kochen. Diverse Beschichtungen, die unter genauso extremen Bedingungen halten müssen, basieren auf ihrem Capsaicin. Selbst als Abwehrmittel bzw. Reizstoff finden ihre Extrakte in der Rüstungsindustrie Verwendung. Und all das aus einer Schote, die selbst bei besten Anbauverhältnissen maximal acht Zentimeter lang wird. Als König oder besser Königin der Chilis macht sie sich jedenfalls genauso „extrem“ gut!

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